Wilhelm Pölck

Wilhelm Pölck war der Schwiegersohn von Alexander Neuwerth, beide sind auf folgendem Bild zu sehen:

von links nach rechts: Emma Neuwerth, Wilhelm Pölck junior, Alexander Neuwerth, Wilhem Pölck, Frieda Pölck, geb. Neuwerth. Das Bild ist etwa 1892/3 entstanden. (Rechte: Stadtarchiv der Hansestadt Rostock)

von links nach rechts:
Emma Neuwerth, Wilhelm Pölck junior, Alexander Neuwerth, Wilhem Pölck, Frieda Pölck, geb. Neuwerth. Das Bild ist etwa 1892/3 entstanden. (Rechte: Stadtarchiv der Hansestadt Rostock)

Wilhelm Pölck wurde 1860 als Sohn eines Malermeisters in Demmin geboren. Im Laufe des Jahres 1889 übernahm er das Photographische Atelier von seinem Schwiegervater Alexander Neuwerth und führte es unter dessen Namen weiter.

Rostocker Zeitung, 29.11.1889

Rostocker Zeitung, 29.11.1889

poelck-beruf-1-cdv-KopieIn Neubukow unterhielt Pölck ab 1894 ein weiteres Atelier und betrieb dieses wohl mindestens bis 1904.

Rostocker Anzeiger, 09.05.1894

Rostocker Anzeiger, 09.05.1894

 

Rostocker Anzeiger, 16.12.1904

Rostocker Anzeiger, 16.12.1904

Da auf den Visitporträts beide Atelierorte vermerkt sind, ist nicht festzustellen, ob die Aufnahmen in Rostock oder in Neubukow gemacht wurden.
Bei der Schreibweise von Neubukow gibt es Unterschiede auf den Untersetzkartons.
Bis ca. 1900 wurde Neubukow noch mit „ck“ geschrieben. Hier nun zwei Beispiele der unterschiedlichen Schreibweisen. Es sind Kinderaufnahmen, die nach Pölckscher Werbung eine Specialität des Hauses waren.
poelck-junge-tennis-cdv-Kopie
poelck-kinder-cdv-KopieNatürlich fotografierte Pölck auch Soldaten des Regiments Nr. 90 und Studenten.
poelck-soldat-cdv-2-Kopie
poelck-student-cdv-1-KopieIm Jahr 1894 porträtierte Pölck mehrere Rostocker Pastoren.

Kabinettformat

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Pölck fotografierte auch gastronomische Einrichtungen als Postkartenmotive, so das Restaurant „Zur Klause“ in der Alexandrinenstraße …
poelck-alexandrinenstr-65-klause-k

und Reineckes Etablissement in der Breiten Straße:
poelck-wintergarten-1903-ak-kBeide Ansichtskarten sind 1902 gelaufen.

Zur Volkszählung 1900 lebte Pölck mit Ehefrau Frieda und den Kindern Emmi und Wilhelm sowie dem Gehilfen Johannis Geppert und dem Dienstmädchen Bertha Kliesoth in der Eselföterstraße. Pölck war Mitglied in der Freimaurerloge „Zu den drei Sternen“ und hatte das Wahlrecht erworben.

Im Jahr 1906 verließ Pölck Rostock. Von seiner Ehefrau Frieda ließ er sich scheiden. Frieda Pölck wird in den Jahren 1909 bis 1911 als Inhaberin des Ateliers in der Eselföterstraße geführt.

Wilhelm Pölck zog nach Gnoien, wo er als Restaurateur und Fotograf tätig war.

Kabinettformat

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Wilhelm Pölck heiratete ein zweites Mal und zog spätestens 1910 nach Grevesmühlen, wo er als Restaurateur arbeitete und im Jahr 1913 verstarb.

 

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