Zu Wilhelm Heiland gibt es bei den Rostock Fotografen bereits einen Artikel. Wilhelm Heiland
Von ihm gibt es viele Ansichten aus mecklenburgischer Ortschaften, die an dieser Stelle vorgestellt werden, sortiert nach den Namen der abgebildeten Orte.
Altkalen

Leider enthalten Heilands Karten meist keine Hinweise zu den abgebildeten Häusern. So ist auch nicht erkenntlich, warum die untere Aufnahme mit den beiden Häusern abgebildet ist. Das linke der beiden Häuser könnte eine Molkerei sein. Auf der Rampe vor dem Haus scheinen Milchkannen zu stehen.
Und auf dem mittleren Bild hat Heiland bei den Konturen der Kirche kräftig nachgeholfen.


Bandow
Bei der Karte aus Bandow war ein Vorbesitzer so freundlich, zwei der Bilder mit einer Bezeichnung der abgebildeten Häuser zu versehen.

Die Schmiede befindet sich im linken Teil des unten abgebildeten Hauses. Rechts neben der Tür und an der Stirnseite des Hauses sind Karrenräder angelehnt.

Baumgarten

Basse
Das Örtchen Basse ist für Mecklenburg durchaus von Bedeutung. Das Adelsgeschlecht Bassewitz hat in Basse seinen Ursprung. Bereits im 14. Jahrhundert ist die Familie dort nachgewiesen. Aus dieser Zeit stammt auch die Kirche. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Dorf erheblich an Bedeutung verloren. Auf dem oberen Bild ist rechts neben der Tür ein Schild angebracht, auf dem Gasthaus steht. Links neben der Tür hängt der Briefkasten der Kaiserlichen Post.

Alle Jungs des Ortes haben sich für das Foto auf die Mauer am Kirchenacker gesetzt. Beaufsichtigt werden sie auch.

Blankenhagen

Börgerende

Boltenhagen

Damekow

Die Karte des Herrenhauses Damekow wurde 1919 von Hans Hillmann, einem Mitglied der Eigentümerfamilie des Gutes, verschickt.
Elmenhorst

Die linke Seite der Karte zeigt Ansichten des Gasthauses von Heinrich Trede. Dessen Sohn Otto hat sich mit einem Gruß auf der Karte verewigt. Rechts oben auf der Karte die Schule und unten die Molkerei.
Gnoien

Friedrich Wittenburg (*1854 in Bützow) betrieb im Jahr 1900 ein Hotel in Crivitz und gründete vermutlich erst danach das Hotel in Gnoien. Als die Ansichtskarte 1909 befördert wurde, war Wittenburg bereits verstorben.
Graal




Das Hotel Waldfrieden war auch Restaurant und Café und gehörte zum Zeitpunkt der Aufnahme Friedrich Allers.

Die Postkarte zeigt links die Kaiserliche Post und rechts daneben das Hotel und Restaurant Zur Post. Dem Hotel vorgelagert steht der Kolonialwarenladen von Albert Ehrich (*1866 in Plau am See). Verkauft wurden dort u.a. Delikatessen, Aufschnitt, Cigaretten, Cigarren, Café, Thee, Chokolade, Cakes, Ansichtskarten und Papierwaren. Außerdem war der Laden eine Filiale der Stüdemannschen Leihbibliothek Rostock. Albert Ehrich verlegte auch selbst Ansichtskarten von Graal. Vermutlich ist er der Herr rechts im Bild.

Groß Upahl

Auf dem obigen Bild ist das Gutshaus zu sehen, auf der unteren Abbildung lässt sich zwischen den Bäumen die Kirche erkennen:


Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Heinrich Strauch Pächter des Gutes. Das Mädchen mit Hund wird mir hoher Wahrscheinlichkeit dessen einzige Tochter Margarete Johanna (*1907) sein.

Güstrow



Hastorf

Jahnkendorf
Auch wenn der Ort auf der folgenden Karte ohne h geschrieben ist, wird es doch das Jahnkendorf bei Marlow sein.

Oben auf der Karte ist die Schmiede von Christian Ehlers zu sehen, darunter die Mühle gehörte Wilhelm Niemann.

Jördenstorf

Oben links auf der Karte ist die Bäckerei und Schankwirtschaft von Hans Beckmann zu sehen, darunter das Kaiserliche Postamt. Die Abbildung unten links ist bezeichnet als Kaufhaus von C. A. Techam. Gemeint ist vermutlich Christian Amandus Techam, der zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits Rentier war und das Geschäft an seinen Sohn Heinrich Friedrich Karl Amandus Techam übergeben hatte. Rechts daneben das Gasthaus von Johann Rehbohm.

Jürgenshagen


Die Gastwirtschaft, auf der Karte als „Zum goldenen Stern“ bezeichnet wurde von August Mann geführt, der ursprünglich Schmied von Beruf war.
Kavelstorf

Kessin




Krakow am See

Die Karte vom Hotel Stadt Hamburg wurde vom Hotelier Friedrich Löhrs selbst verlegt. Links neben dem Hotel ist über der Einfahrt ein Schriftzug zu erkennen: Mehlhandlung F. Cords.
Kuhstorf

Leuschentin in Pommern

Das Gut Leuschentin war zum Zeitpunkt der Aufnahme im Besitz der Familie von Maltzahn, heute gehört der Ort zur Gemeinde Kummerow.
Lübow

Der Krugwirt Paul Prüss betrieb neben der Gastwirtschaft auch noch einen Einzelhandel, im linken Fenster ist im Oberlicht der Schriftzug „Persil“ zu erkennen.
Dorf Mecklenburg


Mönchhagen

Moisall

Mühlengeez


Müritz





Der Strandpavillon, der auf den beiden vorherigen Karten abgebildet ist, gehörte zum Hotel „Anastasia“, das von Hermann Bräck (*1867 †1937) in Müritz betrieben wurde.
Neubukow

Neuhaus

Niendorf

Nienhagen

Nienhagen bei Groß Wokern

Nossentiner Hütte

Die Karte wurde von dem Kaufmann Rudlof Maas verlegt, der um 1900 das Radfahrerhotel betrieb. Auf der Karte ist in der Bildunterschrift des Hotels der Name Maas durchgestrichen und durch F. Beggerow ersetzt. Franz Beggerow (*1869) hatte vom Maurer zum Gastwirt umgeschult und betrieb nun das Hotel.
Qualitz

Rostock

Das Hotel Union hat die Zeiten nicht überdauert. Das Haus rechts daneben existiert noch. Es ist die Kröpeliner Straße 53 (damals Nr. 28). Das Gebäude wurde in die Fassade des Kröpeliner-Tor-Centers integriert. Paul Becker (*1873) kam Anfang des 20. Jahrhunderts nach Rostock. Er war zuvor im Hotel Zur Börse in Parchim tätig. Er übernahm das Restaurant „Mikado“ und benannte es um in „Union“. Nach einigen Jahren wandelte er das Mietshaus in ein Hotel um. In Inseraten wurde aller Komfort der Neuzeit angepriesen. Das Zimmer gab es ab 1,75 Mark, Diners an kleinen Tischen ab 1,25 Mark. Nach Beckers Tod führte Witwe Minna Becker das Hotel noch einige Jahre.

Otto Niestädt führte den Fritz-Reuter-Keller in den 1910er Jahren im Untergeschoss des Hotel „Sonne“ am Neuen Markt.

Das Ausflugslokal bei den Cramonstannen im heutigen Brinckmansdorf wurde über Jahrzehnte von der Familie Alm geführt, zuerst von Heinrich Friedrich Alm, ab 1901 vom Bruder Joachim Christian Alm.

Das Restaurant, von dem noch bauliche Rudimente erhalten sind, befand sich in der heutigen Fahnenstraße. Im Jahr der Beförderung hieß die Straße noch Barnstorfer Chaussee, wenig später dass Satower Chaussee. Die Soldaten aus der nahegelegenen Kaserne in der Ulmenstraße kehrte häufig in der „Wartburg“ ein.

Auf den beiden oberen Abbildungen der Karte ist der „Krug“ Bramow zu sehen. Um 1910 wurde er von der Witwe Charlotte Holtfoth geb. Fahning bewirtschaftet. Unterstützt wurde sie von ihrem Bruder Fritz Fahning.

Das Fährhaus Gehlsdorf wurde in den 1890er Jahren erbaut. Während des Ersten Weltkriegs übernahm Bernhard Engel die Restauration und Pension von der Witwe Anna Heidtmann.



Der ältere Herr der Personengruppe ist wahrscheinlich der Inhaber des Ausflugslokals. Johann Thoms (*1837) hatte seine Wirtschaft mittels eines kleinen Wortspiels mit seinem Nachnamen nach einem Klassiker der Weltliteratur benannt.





Rövershagen


Schwarzenpfost

Sabel

Stäbelow

Tarnow

Georg Rohn (*1879) war um 1900 in Teterow und anschließend in Schwaan als Kaufmann tätig. Ab 1907/08 betrieb er Gasthaus und Kolonialwarenhandlung in Tarnow.
Vogtshagen

Vorbeck

Warnkenhagen

Wendorf

Witzin

Wredenhagen

Wilhelm Maack (*1877) arbeitete zunächst in der elterlichen Landwirtschaft, bevor er zu Beginn des 20. Jahunderts die Gastwirtschaft übernahm.